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Schöpfung
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25 Jahre Jugendbauernhof

Jugendhaus begeht Jubiläum

 
 

„Schülerinnen und Schüler lernen bei uns, dass verschiedene Arbeitsprozesse wie Aussaat, Anpflanzen, Säubern von Unkraut, Ernte und Zubereitung der Mahlzeiten zusammengehören und wie ein Uhrwerk ineinander greifen. Eine Schulklasse pflanzt im Frühjahr Kartoffeln auf unserem Feld, das im Sommer von anderen Schülerinnen und Schülern gehackt wird, während wieder andere die Kartoffeln im Herbst für kommende Schulklassen ernten. Diese Kartoffeln tauchen dann in den darauffolgenden Monaten regelmäßig auf dem Speiseplan in der Küche des Selbstverpflegerhauses auf“. So beschreibt Heinrich Lammers, die pädagogische Arbeit, wie er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie seit 25 Jahren auf dem Jugendbauernof des Jugendhauses leisten.

 
 

Was Ende der 1980er Jahre zunächst als Idee vom damaligen Rektor Ullrich Auffenberg und dem pädagogischen Team in die Diskussion gebracht wurde, nämlich die unrentabel gewordene Landwirtschaft in Hardehausen nicht ganz aufzulösen, sondern als pädagogische Einrichtung weiterzuführen, hat sich als Erfolgskonzept entwickelt. Trotz anfänglicher Widerstände aber auch mit viel Unterstützung von Verbänden, Mitarbeitern in der katholischen Jugendarbeit und Einzelpersonen richtete das Erzbistum als Träger des Jugendhauses 1991 den Jugendbauernhof ein. Praktisch und erlebnisorientiert sollen Kinder und Jugendliche nach dem pestalozzischen Grundsatz vom „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ auf dem Jugendbauernhof ein Gespür für die Schöpfung bekommen und Verantwortung dafür entwickeln.

 
 

Impressionen von der Arbeit auf dem Jugendbauernhof mit Schülerinnen und Schülern der Ralschule Schloß Neuhaus, Paderborn


 
 

Mit den Gründern und Initiatoren, dem ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis, Lehreinnen und Lehrern und anderen, die sich dem Hof verbunden wissen, konnte das Jugendhaus jetzt auf ein Vierteljahrhundert dieser Einrichtung zurückblicken, die bis heute im Umfeld der katholischen Jugendarbeit in Deutschland einmalig ist und die  inzwischen von mehr als 15 000 Kindern und Jugendlichen besucht wurde. Neben den Erinnerungen und Erfahrungen spielte am Begegnungsabend auch der Blick in die Zukunft eine wichtige Rolle. Bernhard Leifeld, koordinierender Leiter der Abteilung Jugendpastoral/Jugendarbeit betonte, dass die pädagogische Arbeit des Jugendbauernhofes im Sinne des Zukunftsbildes zu verstehen ist. Vorher hatte Heinrich Völkering, Mitarbeiter des Instituts für zoologische Theologie an der Philosophisch Theologischen Hochschule Münster, in seinem Festvortrag über eine neue Sicht auf das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier aus theologischer Perspektive gesprochen. Viele Gäste konfrontierte er mit neuen theologischen Gedanken und zum Teil provozierenden Thesen, die zum Nachdenken anregten und zu regen Diskussionen führten. Direktor Stephan Schröder griff im Gottesdienst das Gleichnis vom Sämann auf und betonte die Bedeutung der Saat auch als pädagogische und pastorale Kategorie, die oft erst nach Jahren und Jahrzehnten aufgeht.

 
 
 
 

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