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Glauben
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Glasskulptur: Vier Elemente

Kunstwerk von Heiner Stiene und Ingrid Heuchel

 
 


Erde, Luft, Wasser und Feuer - die vier Elemente. Nach der Vier-Elemente-Lehre besteht alles Sein aus diesen vier Grundelementen. Sie findet sich vor allem in der griechischen Philosophie einige Jahrhunderte vor Christi Geburt, aber auch im biblischen Weltbild des Alten und Neuen Testamentes wieder.

Der Warburger Künstler Heiner Stiene hat gemeinsam mit Ingrid Heuchel (Künstlerin aus Bellersen) aus den Buntglasfenstern der alten Kirche des Jugendhauses Hardehausen künstlerisch die vier Elemente zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt. Stiene sagt, dass „alle Formen und Farben zueinander in einem inhaltlichen Bezug stehen, die Strukturen führen und die Bildkomposition zusammenfügen und daraus eine bildnerische Einheit machen“.



 
 

Gedanken zur Skulptur vom Künstler Heiner Stiene

Die Strukturen der Komposition in den „Vier Elementen“

Beginnen wir mit dem ersten Element der „Erde“.

Hier sehen wir Strukturen der Landschaft, Pflanzen und Bewegung des Himmels in vereinfachten Formen und Farben. Hier links erkennen wir einen stilisierten Baum, dessen Blattformen aus hell- und dunkelgrünem Antikglas bestehen.

Nach rechts setzt sich die Komposition in Bögen und Diagonalen fort. Glasbrocken und Dalleglas unterbrechen das Licht der untergehenden Sonne, sie ist aus orangefarbenem Antikglas. Im rechten Vordergrund bewegen sich gelb- und dunkelgrüne Blätter, ebenfalls aus Antikglas. Auch hier kann das Auge diagonalen Linien folgen, die sich in Form von Bleiruten durch die gesamte Komposition bis in das Element „Luft“ fortsetzen.

Im Element „Wasser“ dominiert die Wellenbewegung. Dicke Glasbrocken symbolisieren Steine und Geröll und fangen das Licht im sich bewegenden Wellenfluss. An dieser Stelle. erlaube ich mir einen Bezug zur Farbenlehre: Aus den drei Grundfarben Blau, Rot und Gelb quellen dicke wolkenähnlich „Glasbrocken“. Die Mischfarbe ist Weiß – denn die Summe allen Lichts ist Weiß. So wie ein Glasprisma einfallendes Licht in die Spektral- oder Regenbogenfarben zerlegt, addieren sich umgekehrt all diese Lichtfarben zu weiß.

Blau wiederum symbolisiert den angedeuteten Fluss. Der aufmerksame Betrachter wird unschwer auch zwei Fische erkennen, die sich vom Wellenspiel davon treiben lassen.

Der diagonale Fall des Regens stellt hier wieder übergreifend die Verbindung zum nächsten Element, dem „Feuer“ dar. Dominiert bei der Erde die Farbe Grün, ist es beim Wasser das Blau und im dritten Element Feuer das Rot.

Rote Flammen züngeln sich um gelbe Glutkörper, während hier links rote Flächen den Ursprung dieses Feuers erkennen lassen. Grau steht für Rauch, bildet den Rahmen mit vier Glasbrocken, die nach unten eine glutrote Fläche begrenzen, die auch als untergehende Sonne im Abendlicht gedeutet werden kann.

Folgt man der aufstrebenden Form in das oberste und letzte Element „Luft“, ergibt sich hier ein Pendant zum Feuer oder auch - als Ganzes gesehen - zu einem Auge, vielleicht zu einem „göttlichen Auge“. Hier finden die Strukturen und Formen ihren gemeinsamen Abschluss.

Große Bögen aus blauen, grünen und weißen Antikgläsern legen sich schirmend über die Gesamtkomposition, die Gegenrichtung wird bestimmt durch eine Schalenform aus blauen und grünen Gläsern. Hier wird das Licht empfangen, Licht aus dem Himmel.

Sie sehen, dass alle Formen und Farben zueinander in einem inhaltlichen Bezug stehen, die Strukturen führen und fügen die Bildkomposition zusammen und machen daraus eine bildnerische Einheit.


H.Stiene

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