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Glauben
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SPIRIT. START. UP!

Pfingst-Botschaft von Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder, Direktor des Jugendhauses Hardehausen

 
 



Jedes Jahr zieht es Ballonfahrer und Zuschauer aus der ganzen Welt ins Sauerland, um genauer zu sein in das beschauliche Warstein. Sie erwartet die Montgolfiade, die das größte Ballonfestival Deutschlands ist. Dort heben dann rund 200 bunte Heißluftballons ab. Zu den Hinguckern am Himmel gehören Ballon-Sonderformen, wie das Brandenburger Tor, der Orient Express oder eine lachende Sonnenblume.

Doch zuvor muss man die Heißluftballone mit Hilfe eines Gasbrenners ordentlich anfeuern. Eine große helle Feuerflamme erzeugt schließlich Heißluft, die den Ballon abheben lässt. 70 bis 80 Grad Celsius muss der Temperaturunterschied betragen, damit sie abheben können. Wird die Luft im Inneren erhitzt, wiegt sie weniger als die Luft außerhalb der Hülle. Und das erzeugt Auftrieb, denn sie sollen schließlich hoch am Himmel schweben. Dann sind sie der Hingucker am Himmel! Die Fahrtrichtung bestimmt dann allerdings allein der Wind.



Pfingsten 2020



Heute, zum Pfingstfest, werden wir als Christen auch regelrecht angefeuert. Nicht ohne Grund wird der Heilige Geist in der Apostelgeschichte mit Feuerzungen umschrieben: "Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt…" (Apg 2,3).


Der Heilige Geist entfacht das Feuer erneut

Schon Johannes der Täufer verkündete am Jordan, dass nach ihm einer kommt, der mit dem Heiligen Geist und Feuer taufen wird. Er meinte den Messias, Jesus Christus, dessen feuriger Geist die Menschen begeisterte. Wo er war, kamen Menschenmassen zusammen. Sie wollten sein Wort hören und schauen, was es mit den Geschichten um ihn herum auf sich hat. Jesu Gegenwart und seine gute Nachricht wirkte wie ein Feuersturm.

Nach Jesu Tod und Auferstehung war es jedoch erst einmal vorbei mit dem Feuer. Denn die Jünger fühlten sich alleingelassen, sie trauten sich nicht mehr, ihren Glauben öffentlich zu zeigen, sie hatten regelrecht Angst sich zu zeigen. Fünfzig Tage nach Ostern entfacht der Heilige Geist wieder das Feuer in den Jüngern, das sie in der Gegenwart Jesu schon immer gespürt haben. Der Funke springt wieder über und sie brennen nun geradezu danach, die Häuser zu verlassen und in aller Öffentlichkeit Menschen für Jesus Christus zu gewinnen.


Heute gibt es mittlerweile 2,26 Milliarden Christen weltweit. Wir befinden uns sozusagen alle in einem Korb, den wir Kirche nennen, vom Feuer des Heiligen Geistes angetrieben und himmelwärts gerichtet. So wie ein Heißluftballon angefeuert werden muss, damit er abheben kann, so muss auch die Kirche immer wieder angefeuert werden, damit sie dem Himmel ganz nah ist.



»So wie ein Heißluftballon angefeuert werden muss, damit er abheben kann, so muss auch die Kirche immer wieder angefeuert werden, damit sie dem Himmel ganz nah ist.«
Stephan Schröder


Doch im 21. Jahrhundert spüren wir in unserer Kirche zunehmend, dass der Ballon des Glaubens sich zunehmend im Sinkflug befindet. Es wird keine Heißluft mehr in die Ballonhülle gefeuert. Die Luft ist sozusagen raus, der einst so großartige Ballon des Glaubens droht ins sich zusammenzufallen. Wir trauen uns nicht einmal, die Ballastsäcke am Korb loszulassen.


Wir müssen uns vom Ballast befreien

Es gibt da so vieles, was uns das Leben und den Glauben so schwer macht. Wir schauen darauf, dass die Menschen uns in Scharen verlassen, dass sie sich von uns abwenden, dass sie woanders ihr Heil suchen. Wir schauen darauf, dass Gott immer mehr in unserer Gesellschaft an Bedeutung verliert. Wir versuchen, möglichst viel aufrechtzuerhalten und sehen doch, dass es abwärts geht. Wir hoffen nur noch, dass wir die Bruchlandung am Boden einigermaßen heil überstehen. Doch bei all dem Ballast vergessen wir, worauf es ankommt: Das Fliegen!


Wer wieder aufsteigen will wie ein Ballon, der braucht nicht nur Feuer, sondern der muss auch bereit sein, Ballast abzuwerfen. Es geht also um die Frage: Was können wir in unserer Kirche loslassen und abwerfen und wie können wir wieder unter uns Christen das Feuer neu entzünden?

Mit anderen Worten: Wir müssen uns endlich von dem befreien, was uns sinken lässt! Zugleich rate ich dringend dazu, unsere Liebe zu Jesus Christus im Gottesdienst und im Gebet mit mehr Leidenschaft zu befeuern, sich mit den Christen zusammenzuschließen, die noch daran glauben, Menschen für Jesus Christus gewinnen zu können, der Kirche ihre jugendliche Leichtigkeit wieder zurückzugeben, sich für eine junge Kirche einzusetzen, die den Funken bei jungen Menschen schneller überspringen lässt, noch intensiver kranken und Hilfe suchenden Menschen das Feuer unserer christlichen Nächstenliebe spüren zu lassen und dem missionarischen Geist wieder kräftig Auftrieb zu geben. Ich hoffe, dass wir so unserer Kirche und somit uns allen im wahrsten Sinne des Wortes „Feuer unterm Hintern machen!“


Der Hingucker am Himmel

All denjenigen, die meinen, dieser Ansatz sei nur heiße Luft und die nicht mehr daran glauben, dass die Kirche wieder aufsteigen kann, rufe ich zu: Ich will fliegen und dem Himmel ganz nah sein!

Aus der Vogelperspektive, bei dem Blick von oben ergeben sich dann ganz neue Perspektiven, wir erhalten eine ungeahnte Weite und Höhe, die die Probleme dieser Welt so klein erscheinen lassen, die uns die Schönheit der Schöpfung Gottes vor Augen führen. In diesen Höhen müssen wir die Navigation IHM überlassen und bereit sein, für eine großartige Abenteuerfahrt. Es geht dahin, wo sein Wind – der Heilige Geist - uns treibt.

Wenn euch auch diese Sehnsucht antreibt, dann haben wir gute Chancen aufzusteigen. Steigt mit ein! Mit dem Feuer des Heiligen Geistes geht es weit in den Himmel hinauf! Das wird ein himmlisches STARTUP mit ordentlich SPIRIT und der Hingucker am Himmel! Los geht’s!

 
 

Ansprechpartner

  • Direktor Stephan Schröder

    Direktor Stephan Schröder
    Direktor des Jugendhauses und Diözesanjugendpfarrer
    05642 9853 101
    schroeder@go-hdh.de
 
 
Jugendhaus Harderhausen



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